Samstag, Februar 24, 2007

Es klingt die Blässe deiner Lippen -
weisse Lilien die sich neigen,
wo sie zärtlich Nektar nippen -
prächtiger als tausend Geigen.

Seufzen diese Blumen schliesslich,
rötlich strahlend nun erwacht,
schwör ich dir ich liebe dich
und was du mit mir gemacht.

oder

Es klingt die Blässe deiner Lippen
wenn die weissen Lilien zeigen
wo sie zärtlich...

???

Freitag, Februar 23, 2007

Brains in a vat

Nett argumentiert und doch falsch.
Semantik liegt im Auge des Betrachters.

Montag, Dezember 25, 2006

Wenn ...

Wenn Liebe eine Pflanze ist, was ist dann Unkraut?
Wenn Religion Opium fürs Volk ist, was ist dann Kokain?
Wenn Luxus kein Privileg mehr ist, was ist dann Armut?

Noch einen zum heutigen Tag:
Wenn der Tod ein Geschenk ist, was ist dann Krieg?

Dienstag, Mai 30, 2006

Was mir Angst macht

Womit man mir Angst machen will

Freitag, Mai 19, 2006

Manchmal vermisse ich Paul. Man muss wissen, dass er ein herzensgutes Wesen ist, wie man kein zweites findet. Ein wenig dickköpfig und nachtragend vielleicht, aber das gehört zu ihm. Ich gehe oft in sein Zimmer und betrachte seine Spielzeugtrompete und all die Dinge, die mich an ihn erinnern. Ich hoffe es geht ihm gut.

Mittwoch, Mai 17, 2006

Paul (knuddlig), der kleine Elefant auf der Suche nach der verlorenen Trompete.
Veronika (eitel), die schöne Perserkatze auf der Suche nach der verlorenen Jugend.
Roland (alt), die rockende Ratte auf der Suche nach dem verlorenen Ruhm.

Gestern war ich in der Hölle, Betriebsbesichtigung. Ich wurde durch die Abteilung geführt, in der sie asiatische Nudeln entknoten. Sie wollen die Produktion nach China auslagern. Nur durch den Einsatz von Hi-Tech könne man in der Schweiz noch konkurrenzfähig leiden. Am Fliessband sah ich den Erfinder der Schnürsenkel.

Donnerstag, Mai 11, 2006

Mich faszinierte ja schon immer, wie man mit einer Aneinanderreihung von Zeichen seine Gefühle und Gedanken ausdrücken kann. Weil in den Zeichen steckt ja eigentlich gar nichts drin. Der Text ist nur eine Bauanleitung für den Leser, wie er bereits bekannte Gefühle und Konzepte neu zusammensetzen kann. Der Schreiber ist der Regisseur eines Assoziationsspektakels, das im Kopf des Lesers stattfindet.

Je vager sich dabei der Schreiber ausdrückt, desto mehr muss der Leser mit Details aus seinen eigenen Assoziationen ergänzen. Das ist übrigens auch meine Erklärung dafür, warum sich viele esoterische Menschen so prächtig unterhalten und sich goldig zu verstehen scheinen. Wenn Sätze zu "Energie" und zur "Seele" nur ausreichend vage gehalten werden, dann ist eine konkrete Aussage nur schwer auszumachen und der grosse Interpretationsspielraum bewahrt vor Konflikten.

Aber ich drifte vom Thema ab. Was für mich den Reiz am Schreiben ausmacht, ist die MACHT, die man über die Fantasie des Lesers hat. Ich kann dich mit sagenhaften Geschichten über liebliche Meerjungfrauen und scheussliche Seeungeheuer locken, mit im Sturm ächzenden Schiffen auf fremden Meeren, mit geheimnissvollen Liebesgeschichten und blutroten Sonnenuntergängen - und dich dann nach Belieben enttäuschen. Indem ich zum Beispiel einfach aufhöre.

Beim Wühlen in längst vergessenen Bergen von Müll und Archivmaterial eine uralte CD entdeckt. Bilder aus längst vergangenen Zeiten. Bilder von meiner Familie, Bilder von mir. Als wir noch eine Familie waren, als noch so viele Dinge waren, die ich längst vergessen habe.

Das Leben war einfach. Alles hatte seine Ordnung. Heh, Ich von damals, wenn du wüsstest, wenn du wüsstest. Aber du wusstest nicht und irgendwie bist du doch Ich geworden.

Passt schon, Ich von damals, passt schon.

Dienstag, Mai 09, 2006



Sonntag, Mai 07, 2006

Strasse nach Lyon

No Love Today

Endstation Frieden

Mittwoch, Mai 03, 2006

Sigmund Freud

Gestern bin ich im Zug gegenüber Sigmund Freud gesessen. Er leckte an einem Erdbeer Eis und zwinkerte mir zu. Ich protestierte, dass laszive Gesten in seinem Alter nicht funktionieren würden und mich ausserdem das Verschmierte in seinem Bart ekle.
Er grinste nur spitzbübisch und packte eine Banane aus.

Sonntag, April 30, 2006

Never Let Me Go

Kazuo Ishiguro kostet mit dieser Geschichte die Extreme wissenschaftlicher Moral aus, ohne jedoch das Ganze jemals in der Distanz oder gar wertend zu betrachten. Kathys Geschichte berührt, ohne Mitleid zu erwecken und erst nach abgeschlossener Lektüre beginnt man, sich Gedanken über den grösseren Kontext zu machen. Durchgehend spannende Storyline und detaillierte Schilderungen zwischenmenschlicher Beziehungen, die ich so gekonnt in noch keinem anderen Buch erlebt haben, machen die Geschichte zu einem Must. War doch noch ein guter Ersatz für krankheitshalber geplatzten Friseur-Termin, Polyparty und Copélia...

Donnerstag, März 16, 2006

Zen Wisdom

Happiness is a warm gnu.

Samstag, März 11, 2006

Ketchupflasche

tut mir leid, doch ich bin heute trotzdem gut gelaunt und ich kann nix dagegen machen, muss über alles lachen und das hört so schnell nicht auf, denn ich bin einfach gut drauf - wise guys

Freitag, März 10, 2006

Rimbaud

Sonntag, März 05, 2006

Windows Internet Explorer

Ha! Wieder mal am Computer meiner Eltern, auf dem ich zu faul war, Firefox zu installieren, Papi hat die neue Version vom Internet Explorer "draufgetätscht" und man kann sie tatsächlich brauchen! Hammer. I love tabs.

Samstag, März 04, 2006

März.Schnee.Decke.

Ich bin im Begriff zu ersticken unter einer Schneedecke, Schnee im März, Märzschnee, unter einer Märzschneedecke, und erkenne langsam, was mir fehlt. Die Schweden haben das schon früher begriffen, und trällerten es fröhlich mit ihrem nie versiegenden Lächeln aus dem Radio (aber schliesslich kennen sie sich im Norden aus mit Märzschneedecken): Money, Money, Money. Geld regiert die Welt, ohne Moos nix los. Da liegt der Hase begraben und der Hund im Pfeffer.

Natürlich gibt es Wichtigeres im Leben als Geld: Freunde, Sex, Musik, Oscar Wilde, vielleicht sogar die vielumschwärmte Liebe. Doch gibt es nichts sonst, was die Märzschneedecke schmelzen lässt.

Let’s go surfin’ now
Everybody’s learning how
Come on and safari with me

Dämmerwald

Stell dir vor, es ist Grieg, und niemand hört hin.

Dachschaden

Stell dir vor ein Baum schwingt im Sturm,
bricht nieder und zerbirst auf dem Boden.

Ein Orkan fegt durch die Strassen und über Dächer,
heult um alle Ecken und pfeift durch die Ritzen.

Dir geistert dabei nur eine Frage durch den Kopf:
Haftet meine Versicherung für Sturmschäden?

Freitag, Februar 24, 2006

Auge um Auge, Moschee um Moschee

Personality Disorder Test Results
Paranoid |||||||||| 34%
Schizoid |||||| 26%
Schizotypal |||||||||||||| 58%
Antisocial |||||||||||||||| 66%
Borderline |||||||||||||| 58%
Histrionic |||||||||||||||||||| 86%
Narcissistic |||||||||||||||||||| 86%
Avoidant |||||||||| 38%
Dependent |||||||||||||| 54%
Obsessive-Compulsive |||||||||||||| 58%
Take Free Personality Disorder Test

Büro

Leise surrt der Drucker
Wie die Stimme in meinem Kopf
Die mich drängt.

Dunkel starrt der Monitor
Mir ein Loch in die Fantasie
Die mich drängt.

Dumpf ist der Schmerz
Der pocht in der Brust.
Dräng mich nicht.

Mittwoch, Februar 22, 2006

Eiskristalle

Rollen, rollen, schwere Kugeln durch die weisse Wüste.
Kalt durch und durch, doch voller stolz, die Rübe zuletzt.
Die Finger knistern, heisser Tee. Mama hat mich gern.

Lehrgut - just complaining and joking

Eine Knacknuss zermartert und gart
Windungen der dampfenden Hirnzwiebel.
Die wirre Verknotung der Gedanken,
verschmort vom Schrei des Schweigens.

Ich bin ausgebrannt und ausrangiert,
entkernt wie die Schädel des Kannibalen.
Was bleibt ist nur die äussere Hülle,
Leergut einer verkommenen Zivilisation.

Dienstag, Februar 21, 2006

Klassenzimmerpoesie

Wenn ich in deine Augen seh
Dann tuts mir in der Seele weh
In meiner Brust da klopft ein Herz
Das nicht gewohnt ist an den Schmerz

Den ich empfind' schaust du hinein
In meine Augen klein und rein
Ich bin so lyrisch, beinah phrygisch
Wenn nicht sogar schon hexalydisch

Und meine pötischen Ergüsse,
die schwachen, kleinen Herzensgrüsse,
Send' ich, A-Post, als fette Beute
der Zeitung für die letzte Seite.

Vielleicht, aber nur vielleicht, sollte ich mich nicht über einen Dünkel lustig machen, über den ich selbst in ausgeprägtem Masse verfüge... Aber stimmen tut's halt trotzdem. Übrigens liegt hier eine ungeschickte kleine zeitliche Korrelation ohne Kausalität vor: Die Parodie bezieht sich keinsten Falls aufs Mascara-Gedicht, das ich klasse finde! Also eigentlich weniger klasse, als vielmehr touching, es geht unter die Haut, vor allem wenn man meint, die Situation zu kennen... Nein, mein kleines künstlerisches Poem hat seine Geburtstunde schon lange, bevor ich das Mascara-Werk auch nur ansatzweise kannte, in einer Lateinstunde nämlich (deshalb der Titel, ach nee...) beim Übersetzen von Ovid, wobei ich in keinster Weise behaupten will, Ovid verfüge über einen plumpen, dilettantischen Stil, auch wenn ich dies, aufgrund mangelnder Kenntnis der lateinischen Sprache, nicht beurteilen kann (ich verlasse mich hier voll und ganz auf das Urteil Fachkundiger, delegiere das Denken an Autoritäten *g*). Dennoch stimmt es mich nachdenklich, wenn aus Pyramus' brennender Wunde in regelmässigen Abständen Blutsstrahlen hervorspritzen und die ruhige Luft durchschneiden um des weiteren mit einigen Blutstropfen die schneeweissen Früchte des Maulbeerbaums rot zu färben, bis die Wurzeln das ihrige zur Metamorphose tun... Wäre ich eine alte Lateinerin gewesen, könnte der Text von mir stammen, nur das mit den Hexametern, das hätte ich vielleicht nicht so elegant hingekriegt. Aber von der Schwülstigkeit her stimmt's... *g*

Montag, Februar 20, 2006

Movies

Inspiriert von Gnus Musikliste, hier eine kleine Filmliste für alle Gemüts- und Lebenslagen:

  1. Wenn's dir gut geht und du denkst, es könnte nicht mehr besser werden, es kann und zwar mit Finding Neverland. Der beste Film mit dem besten Schauspieler über das beste Kinderbuch aller Zeiten
  2. Tavor alle? Stalker einlegen und schon schlummert's... Ausser man heisst Päscu und kann sich für Höhepunkte wie Glockengiessen und rollende Kinderwagen begeistern... Jaja, die Russen.
  3. Wenn dir in der zweiten Freinacht in Folge ungewollt die Augen zufallen, du aber keinesfalls einschlafen willst: Rosemary's Baby. Wer danach noch friedlich schlummern kann, muss wahrhaftig die Inkarnation des Bösen sein.
  4. Hilfe er ruft nicht an!! Da gibts nur einen, und wirklich nur einen, Film: Mondscheintarif. Leide, leide, Mädchen, leide mit ihr. Übrigens auch für Männer sehenswert, damit ihr mal seht, was ihr da anstellt..
  5. Wenn alles, alles schief läuft: Jeux d'enfants. Gibt dir die Gewissheit, dass es am Ende doch noch irgendwie gut ausgeht.
  6. Frisch verliebt? Gut, denn dies ist der einzige Zustand, in dem man sich An Affair to Remember zumuten sollte. Ansonsten: Mammutvorrat an Tempos zulegen.
  7. We'll always have Paris... Sommerferien, Regen und gerade das alte Fotoalbum hervorgekramt? Schwelgen in Nostalgie? Dann ist's wieder mal Zeit für Humphrey und Ingrid in Casablanca. Play it once, Sam. For old time's sake.
  8. Du denkst, du passt nicht in diese Welt? Niemand versteht dich? Du bist ganz alleine und hast als einziger recht? Einmal Taxi Driver für dich.
  9. Wer kennt das nicht: du bist gut drauf, völlig überdreht und machst die treffendsten Bemerkungen, aber niemand weiss deine geistigen Höhenflüge zu würdigen, weil dein fantasieloser Freundeskreis mit trivialen Sorgen wie Matheprüfungen oder Familienkrach beschäftigt ist, so dass du anmählich anfängst, an deinem Humor zu zweifeln. Keine Sorge, verrückter geht's immer, zum Beispiel mit Monty Pythons Life of Brian.
  10. Und noch einmal ein Film für alle Lebenslagen, weil mit Johnny Depp, weil von Tim Burton und weil ein Kopfloser darin vorkommt: Sleepy Hollow.

Das wären doch mal einige Anregungen für den nächsten Videoabend...

Mascara zerfliesst auf ihren Wangen
wie die Konturen ihres schönen Gesichtes.
Noch zittert sie aus hilfloser Schwäche,
doch mich fröstelt die Vorahnung der Kälte.

Von fern dringt kaum hörbar
eine hoffnungsvolle Melodie zu uns.
Ihr gequältes Zucken verrät mir,
dass wir es besser wissen.

Macroscape

Microscape

Gesammelte Weisheiten der Mnemosyna I

Eltern gehören zu den missverstandensten Kreaturen dieser Welt.
Gleich nach den Teenagern.

Geschmack der Musik

Musik ist für mich flüssige Stimmung, die ich mit den Ohren trinke. Manche Musik könnte man beinahe als Stimmungskonzentrat bezeichnen. Im Folgenden stelle ich einige besonders reine Tropfen verschiedener Gemütslagen vor.

Lebensfreude:
- Bratsch, Opa Tsupa
- The Doors, Touch Me
- Zupfgeigenhansel, Lomir sich iberbetn

Fröhlichkeit:
- Len Barry, - 1-2-3
- The Beach Boys, I Can Hear Music
- The Monkees, I'm A Believer

Wohligkeit:
- Death Cab For Cutie, Lightness
- Bright Eyes, We Are Nowhere And It's Now
- Radiohead, No Surprises

Coolness/Ausgelassenheit:
- The Dandy Warhols, Shakin'
- Franz Ferdinand, This Boy
- Right Said Fred, I'm Too Sexy

Sehnsucht:
- Travis, The Last Laugh Of The Laughter
- Edith Piaf, Les Mots d'Amour
- Catatonia, Bulimic Beats

Melancholie:
- Depeche Mode, I Want It All
- Emiliana Torrini, Snow
- Queen, Don't Try So Hard

Wut/Verzweiflung:
- Korn, Here To Stay
- The Mars Volta, Take The Veil Cerpin Taxt

Sonntag, Februar 19, 2006

Letzte Runde

Ich bin nicht gut im Alleinsein und noch viel schlechter im Loslassen. Früher kam dieses fürchterliche Bohren im Bauch, wenn der Besuch plötzlich weg war oder wir uns von den Cousins und der Cousine verabschieden mussten, um zurück in die Schweiz zu fahren. Ich hatte mir dann immer gewünscht, auch fünf Geschwister zu haben. Später fühlte ich diesen leeren Schmerz, wenn die letzten Gäste der Party gingen oder ich wusste, ich würde einen Freund lange nicht mehr sehen, vielleicht nie mehr. Und Freitagabends, nur noch wir sitzen an der Bar, ich starre in mein leeres Cocktailglas, Pura Vita, den du mir bestellt hast, weil ich jetzt endlich wieder das Leben geniessen kann, wie das letzte halbe Jahr, das will ich aber gar nicht mehr und der Kellner kommt, letzte Runde, aber alles was ich denken kann ist wieso ist er weg und ich sage, zwei Stangen bitte.

Samstag, Februar 18, 2006

Brokeback Mountain

Dreissig Minuten Marlboro Werbung, zwei Stunden berührende Liebesgeschichte und dazu den schönsten Filmkuss aller Zeiten. Wenn Jake Gyllenhaal in Donnie Darko gut spielte und schön aussah, nehmen wir dafür bei Brokeback Mountain die Superlative... Ein Filmerlebnis, weiche Knie und Tränen inklusive.

Längst vergessen

Als ich noch klein, fleissig und unschuldig (ja, auch ich, auch ich war mal lieb und brav) war, wurde ich meines akzentfreien Hochdeutschs wegen (danke Papi!) des öfteren für Sendungen des Radio DRS rekrutiert, Angebote, die ich nur allzu gerne annahm um mein Taschengeld (damals Fr. 2.-/Woche) aufzubessern. Unter anderem sprach ich die Tochter eines Menschen, der in einem Massiv arbeitete, in dem irgendwie irgendwann irgendwelche Menschen starben. Ich hatte ungefähr drei Szenen und musste Dinge sagen wie: "Papi, Baloo will dich sehen. Wann spielst du wieder mit mir?" Jaja, ich war eben wirklich lieb und brav.

Wie dem auch sei. Ich, fanatischer Personen-Googler, google von Zeit zu Zeit auch nach mir selber. Und so stiess ich - Trommelwirbel, die Spannung steigt - auf eindeutige Indizien, dass dieses Hörspiel noch heute von Zeit zu Zeit im Radio ausgestrahlt wird. So proud!

Das_Massiv

Can't Take My Eyes Off You

Wie allgemein bekannt einer der meistgecoverten Songs überhaupt. Und einer der schöneren. Hier mein Ranking der mir bekannten Versionen:

1) Muse. Weil Muse schliesslich die geilste Band ist. Und weil ich in Matthew Bellamys Stimme verliebt bin.

2) Frankie Valli. Weil er der erste war.

3) Andy Williams. Weil seine Version meine erste war. Bekanntschaft mit diesem Song nämlich.

4) Diana Ross. Weil sie eine sexy Stimme hat. Aber sie ist nicht Matthew Bellamy. Und ich bin kein Mann.

5) Manic Street Preachers. Naja. Aber sie singen lustig. Vorallem das Badabadabadaraba...

6) Boys Town Gang. Platt. Irgendwie habe ich das Gefühl, der Track wäre toll, hätte die Sängerin einen französischen Akzent. Aber definitiv zu viel Synthesizer.

7) Hermes House Band. Urgh. Aber immerhin haben sie was Neues probiert.

8) Engelbert Humperdinck. Vielversprechender Anfang. Nur erinnert seine Stimme leider an die Konsistenz von Papis Fondue...

Scheinbar gibt es noch eine Version von Lauryn Hill (neben vermutlich zahlreichen weiteren, die mich aber nicht interessieren). Wenn also jemand diese Version besitzt oder ähnliches (zum Beispiel du, der du mit dem Gnu auf du und du bist), mir zukommen lassen!!

Freitag, Februar 17, 2006

Statement

Nachdem mich heute jemand (wer? wer war es?? wer bloss??!) auf depressive Tendenzen in meinen Posts angesprochen hat, fühle ich mich genötigt, dazu einen Kommentar abzugeben. Ich bin glücklich, suizidal in keinster Weise gefährdet. Mein Alltag mag turbulent und der Ausdruck "himmelhoch jauchzend - zu Tode betrübt" mehrfach zur Charakterisierung meines Wesens herangezogen worden sein, doch geht es mir grundsätzlich gut, zu gut vielleicht, so dass ich mich genötigt fühle, seltsame Texte zu schreiben...

Langer Rede, kurzer Sinn: Hat man nichts zu sagen, ist es einfacher a) zu meckern oder b) dunkle Gedanken zu formulieren als tatsächlich etwas Gescheites zu Papier zu bringen. Und wenn jemand a) nicht gerne meckert, b) nichts zu sagen hat und c) trotzdem den Drang zu schreiben verspürt, entstehen von diesem merkwürdigen Jemand halt merkwürdige Posts auf merkwürdigen Blogs.

Making of

Cloudy Moon

Donnerstag, Februar 16, 2006

Nicht ernst nehmen

Klee Deluxe

Meine Seele ist ein abgewracktes Haus
Durch welches düstre Geister wandeln
Mit Nachbarn die mich gern sähen still wie eine Maus
Doch will ich nicht schweigen, sondern handeln.

Wieso grinst ihr so höhnisch, ihr aufgezwungnen Sitten,
Die ihr mich traurig über die Liebe lächeln lasst,
Komm ich auf Knien um flüsternd euch zu bitten
Dass das Schicksal mich nicht so extatisch hasst?

Der Swisscom Tower glänzt im Abendrot
Die Fichte beugt altersschwach die Krone
Wenn der Putz von der Decke hinabzurieseln droht
Frage ich mich, weshalb ich noch hier wohne.

Interprétation du poème Klee Deluxe de Mnemosyna

La métaphore de l’âme
Au début du poème, le poète compare l’âme à une maison. Dans la dernière strophe, cette métaphore sera renforcée par la description de cette maison. Grâce au premier vers, nous pouvons être sûrs qu’avec Klee Deluxe, il s’agit d’un poème symboliste.

L’antithèse de la gaieté et la tristesse
Der Pöt integriert in dieses Pöm die pötischen Wortpaare: höhnisch grinsen, traurig lächeln, extatisch hassen. Oh, wie antithetisch!

Dieses Gedicht stammt eindeutig aus Mnemosynas Post-Maturoperistischen, Post-amourösen, Post-conflictumcumvicinulären Phase. Der Einfluss Verlaines lässt sich, neben der ersten Zeile und der Antithese und dem Titel und dem ganzen Rest, durch das äusserst unpassende Wort „extatisch“ im achten Vers erahnen. Liebe Leute, lassts euch eine Lehre sein (Diese Alliteration verwenden wir (Plural der Höflichkeit, inzwischen sogar in Italien für wissenschaftliche Arbeiten verpönt) um die Dringlichkeit dieses Appells zu steigern) und gebt einer durch proletarische Götzen und Schrottidioten geschädigten Maturandin nie Möglichkeit und Mittel, sich reimende Laute frei aneinanderzureihen (was ziemlich umfassend den fünfminütigen Entstehungsprozess dieses Gedichts beschreibt).

Wer diesen Text versteht, kennt mich sehr, sehr gut. Wer diesen Text nicht versteht, nicht. Insgesamt weiss es jetzt aber sogar der Spatz auf dem Dach (und pfeift es von eben dort): Mnemosyna’s mad.

Mittwoch, Februar 15, 2006

Stairway

Vögel angeln

Dienstag, Februar 14, 2006

Sunrise

"Nach erfolgreichem Abschluss als Call Center Agent verfügen Sie über fundiertes Wissen über moderne Methoden und Techniken des professionellen Telefonierens."
Werbung für die Ausbildung als Callcenter Agent

Die Dame bei Sunrise hat dazu wohl Ausbildungsmodule für den telefonischen Nahkampf, professionelles Abwimmeln und für kreatives Erfinden von Begründungen absolviert.

Also echt. Einst wollten die mir weismachen, dass die kundenunfreundlichen Rollover-Klauseln in den Verträgen eine Vorgabe des ComCom seien. Als ich dort nachfragte reagierte man entsetzt, dass Sunrise solchen Unsinn verbreitet.

Heute erzählt man mir, dass Sunrise gar keinen Vertrag brauche, um mir Gebühren für ihr Abonnement zu berechnen.
Honestly, wtf?

Angry Youth